Affordable and clean energy

Ensure access to affordable, reliable, sustainable and modern energy for all

Access to energy has many benefits, as it can support many different sectors such as communication technologies, modern medicine, industrial production, agriculture and in the end, power economy. Even if the supply of energy has improved in recent years, still more than a billion people in the world live without electricity today. Energy demand in industrialised countries such as the USA and Germany has increased, and as fossil fuels are used as a primary source for electricity production, harmful greenhouse gasses are released into the atmosphere causing climate change, and ultimately affecting everyone.

SDG7 aims to provide access to electricity worldwide and to improve the energy infrastructure, especially in the least developed countries. The global economy also needs to rethink and significantly reduce its energy consumption, as well as develop and invest in technology for renewable energy such as wind, sun and water. The efforts made so far are not sufficient to double the energy efficiency by 2030, as it is planned.


Asmeret Asefaw Berhe

1. In welchem Bereich der Wissenschaft arbeiten Sie?

Ich bin Bodenwissenschaftlerin. Ich studiere, wie das Bodensystem das Klima verändert und wie sich menschliches Eingreifen auf die Bodengesundheit auswirkt.

2. Was fasziniert Sie am meisten am Thema Boden?

Das faszinierendste am Boden für mich ist, dass es ein dynamisches und lebendiges System mit so vielen komplizierten biologischen, chemischen und physikalischen Prozessen ist, welche kontinuierlich unter unseren Füßen stattfinden und das Leben auf der Erde möglich machen. Ich bin gefesselt von der Vielzahl unterschiedlicher Erdprozesse, die durch eine Menge komplexer Interaktionen im Boden möglich gemacht werden, von der Menge und Diversität an Leben, das das System Boden erhält sowie von den unglaublichen chemischen und biologischen Systemen und Prozessen im Boden, welche große Auswirkungen auf Prozesse im großen Maßstab haben, die wir dann an der Oberfläche beobachten und von denen wir profitieren.

3. Wie sind Sie WissenschaftlerIn geworden?

Schon als kleines Kind mochte ich die Wissenschaft und liebte es, über die Welt um mich herum zu lernen und zu lesen. Dies hat mir eine Welt eröffnet und meine Begeisterung und die Liebe zur Wissenschaft und Bildung gefördert. Ich habe früh entschieden, dass ich wissenschaftlich arbeiten wollte und habe diese Entscheidung nie bereut.

4. Was würden Sie Ihrem 14-jährigen Selbst über Ihre Berufswahl sagen?

Ich würde meinem 14-jährigen Selbst sagen, dass sie das toll gemacht hat und ihre Liebe zum Wissen und ihre Wertschätzung für Bildung sich bezahlt gemacht haben, denn dank der frühen Entscheidungen habe ich einen Beruf gefunden, den ich liebe. Des Weiteren würde ich danke sagen dafür, dass sie ihre Bildung priorisiert hat (der Dank gilt auch meinen Eltern, da sie mich immer unterstützt und alles für mich möglich gemacht haben). Aber ich würde meinem 14-jährigen Selbst raten mehr Mathematik-Kurse zu belegen sowie mehr Outdoor-Aktivitäten und handliche Aktivitäten mit Holz, Metall und Elektronik, die mir wichtige Lebenskompetenzen beigebracht hätten, nachzugehen.

5. Was sind die größten Herausforderungen an Ihrer Arbeit?

Die größte Challenge als Professorin ist es meine Tätigkeiten in der Forschung, dem Unterrichten, dem Beraten als Mentorin und dem Dienst meiner Profession zu balancieren. Darüber hinaus versuche ich als akademische Mutter den Beruf und das Familienleben so gut wie möglich zu balancieren. Es ist alles machbar, jedoch muss man sorgfältig planen um zu gewährleisten, dass ich die Sachen die mir wichtig sind (z. B.: meine Familie) priorisiere.

6. Haben Sie während Ihrer Karriere jemals Schwierigkeiten gehabt, die mit Ihrem Geschlecht oder Ihrer ethnischen Zugehörigkeit zusammenhingen?

Ich habe zahlreiche Herausforderungen in meiner Karriere überwinden müssen, die mit meinem Geschlecht und ethnischen Herkunft zu tun hatten. Aber als schwarze Frau, die in Afrika aufgewachsen ist (zusätzlich mit all den Vorurteilen die Menschen darüber gemacht haben was meinen Hintergrund und meine Identität sein oder nicht sein sollen), ist es schwer zu sagen, ob die Herausforderungen, denen ich weiterhin entgegentrete, ein Resultat nur meines Geschlechts und ethnischen Hintergrundes ist. Nichtsdestotrotz: Meine intersektionale Identität (Überlappung von mehreren, voneinander unabhängigen Quellen der Diskriminierung) und mein Hintergrund waren ganz klare Gründe für Diskriminierung, die ich in akademischen/wissenschaftlichen Gemeinden erlebt habe, Versuche mich zu ignorieren oder still zu stellen, meine Beiträge herunterzuspielen, mir Positionen und Beförderungen abzulehnen und so vieles mehr. Manchmal hat das geheißen, dass ich fleißiger als meine KollegInnen sein musste, um das gleiche Level an Respekt zu bekommen. Ein unterstützendes Netzwerk an Familie, Freunden und Mentoren hat mir geholfen, trotz all der Schwierigkeiten, die ich aufgrund rassen- und geschlechtsbezogener Diskriminierung erlitten habe, Erfolg zu haben.

7. Hatten Sie bisher Wissenschaftlerinnen als Vorbilder in Ihrem Aufgabenbereich?

Am Anfang hatte ich keine weiblichen Wissenschaftlerinnen als Vorbilder, die in meinem Studienfeld tätig waren. Aber während meiner Studien als PhD und Postdoc hatte ich Senior-Mentorinnen (PIs oder Beraterinnen) und Peer-Mentorinnen. Frauen als Mentoren zu haben war für mich von großem Vorteil, da sie ein Exempel setzten, wie man Spitzenleistungen in der Forschung und im Unterrichten erreichen kann, und Beispiele dafür waren, wie man eine Balance zwischen der Arbeit und dem Privatleben verwirklicht.

8. Was motiviert Sie in Ihrer Arbeit am meisten?

Ich denke, die größte Motivation für mich ist die Wissenschaft, die Entdeckung und das Verlangen Neues dazu zu lernen. Eines der unglaublichen Aspekte meines Berufs ist, dass er mir erlaubt neue wissenschaftliche Fragen, die ich interessant finde, zu stellen und für diese einen Weg zu finden, sei es alleine, im Rahmen eines kollaborierenden Projektes, durch Experimente im Labor und/oder im Außendienst oder durch andere Forschungswege, sie zu beantworten. Es ist schwer in meiner Tätigkeit gelangweilt zu sein.

9. Was ist die größte Herausforderung beim Erreichen von SDG7 „Bezahlbare und saubere Energie“ und wie kann Ihre Arbeit dabei helfen, diese zu lösen?

Eine der größten Herausforderungen bei der Erreichung der SDGs waren begrenzte Fortschritte bei der Steigerung des relativen Anteils von Energie, die wir aus erneuerbaren Energiequellen beziehen, insbesondere im Wärme- und Transportsektor.

10. Zeichnen Sie Ihre Forschung/ Ihren Forschungsbereich!
 

Hans Peter Haslmayr

1. In welchem Bereich der Wissenschaft arbeiten Sie?

Zunächst ist anzumerken, dass ich nur Teilzeit-Wissenschaftler bin. Der andere (fast größere) Teil besteht aus Tätigkeiten, die dem Gutachter- bzw. Sachverständigenwesen zuzuordnen sind.
In der Bodenkunde befasse ich mich zurzeit mit Fragen, die eng mit den Gehalten der Böden an organischem Kohlenstoff zu tun haben. Außerdem haben die Forschungsprojekte immer etwas mit der einen oder anderen der zahlreichen Bodenfunktionen zu tun. All die Projekte dienen letztlich dem Schutz den Bodens, nicht nur seiner Qualität, sondern auch seinem Schutz vor Verbauung, Übernutzung und Degradierung.

2. Was fasziniert Sie am meisten am Thema Boden?

Die Tatsache, dass im Boden biologische, chemische und physikalische Prozesse ablaufen und diese niemals ein Gleichgewicht erreichen. Dies führt dazu, dass sich der Boden ständig im Wandel befindet, auch wenn dieser stete Wandel sich nur in Mikroskalen abspielt und man erst über große Zeiträume diese Dynamik mit unseren Sinnen wahrnehmen kann.

3. Wie sind Sie WissenschaftlerIn geworden?

Warum: Aufgrund meiner Neugier immer bis ins Detail wissen zu wollen, wie etwas und warum etwas genau so funktioniert.

Wie: Erst über den Umweg einer zunächst eingeschlagenen Laufbahn als Planer und Gutachter. Im Zuge dieser Tätigkeit erkannte ich, dass im Rahmen von Planungsprojekten das Schutzgut Boden viel zu knapp und zu oberflächlich behandelt wurde. Um diesem Missstand zu begegnen wollte ich ein System entwickeln, mit dessen Hilfe man den Boden und seine Leistungen umfassender beurteilen konnte. Dies führte schließlich zu einer Dissertation, deren Abschluss mir letztlich die Tür zu einer Forschungseinrichtung öffnete.

4. Was würden Sie Ihrem 14-jährigen Selbst über Ihre Berufswahl sagen?

Man muss nicht in die Ozeane abtauchen, um sich in eine äußerst spannende Welt zu begeben (damals wollte ich Biologe in marinen Ökosystemen werden – was auch sicher toll wäre).

5. Was sind die größten Herausforderungen an Ihrer Arbeit?

Die größte Herausforderung in der wissenschaftlichen Tätigkeit ist meines Erachtens die Konzeptionierung eines Forschungsprojektes. Viele Fragen und Möglichkeiten der Findung einer passenden Antwort müssen bereits im Vorfeld festgelegt werden. Ist die große Hürde einer positiven Beurteilung des Projektantrags bzw. dessen Bewilligung genommen, gilt es den Inhalten des Antrags gerecht zu werden, auch wenn im Tun sich dann Aspekte ergeben können, die vom im Voraus festgelegten Kurs abweichen.
Mit den größten Herausforderungen bin ich aber im Zuge meiner Sachverständigen-Tätigkeit konfrontiert, wo stets ein Konsens zwischen AuftraggeberInnen, der Streitpartei bzw. der Behörde zu suchen ist. Also dort, wo auch die zwischenmenschliche Komponente eine bedeutende Rolle spielt.

6. Haben Sie während Ihrer Karriere jemals Schwierigkeiten gehabt, die mit Ihrem Geschlecht oder Ihrer ethnischen Zugehörigkeit zusammenhingen?

Nein

7. Hatten Sie bisher Wissenschaftlerinnen als Vorbilder in Ihrem Aufgabenbereich?

Weniger Wissenschaftlerinnen als generell Menschen, die ein umfassendes Wissen haben und dadurch zu einer Vernetzung der unterschiedlichen Disziplinen befähigt sind.

8. Was motiviert Sie in Ihrer Arbeit am meisten?

Der Wunsch und mein Anspruch an mich selbst, die Welt ein kleines Stück besser zu machen.

9. Was ist die größte Herausforderung beim Erreichen von SDG7 „Bezahlbare und saubere Energie“ und wie kann Ihre Arbeit dabei helfen, diese zu lösen?

Für die Beantwortung dieser Frage fehlt mir die Expertise. Global gesehen glaube ich, dass die größte Herausforderung jene ist, die Einflüsse des Lobbyings zu überwinden und endlich mutig jene Wege zu verlassen, die uns noch weiter in eine nicht nachhaltige und ressourcenvernichtende Richtung führen.